#Zukunftssuche

Wie wollen wir leben?

Bild von Engin_Akyurt auf Pixabay

Manchmal ist das Leben ganz schön leicht
Zwei Räder, ein Lenker und das reicht
Wenn ich mit meinem Fahrrad fahr'
Dann ist die Welt ganz einfach...
singt Max Raabe. Anscheinend auch beim Radeln. Ob unser Schulleiter beim Radfahren vielleicht sogar mit sich im Doppelchor singt, weiß niemand - was wir definitiv sagen können, ist, dass ihm auch im Sattel das Nachdenken nicht schwer fällt:
Zweimal täglich komme ich in Wilhelmsburg an einem Schild vorbei, gestern bin ich hängengeblieben. 

(Dieser Post wurde ursprünglich im ersten Lockdown im April 2020 veröffentlicht.)

Bild von Herbstrose auf Pixabay.


Aus dem Schild zu einem Bauvorhaben wird eine Aufgabe:

Wir erleben gerade, dass vieles, was uns vertraut war, anders ist. Wir erleben gerade, dass wir uns anders im Raum (= Geographie!) bewegen, als wir es gewohnt sind. Wir erfahren gerade, dass Nähe Gefahr und Distanz Sicherheit bedeuten können. Wir erleben, dass die Luft sauberer ist, weil weniger Flugzeuge, Autos, Schiffe verkehren. Wir spüren die Enge von Wohnungen und den Drang ins Grüne anders als sonst. Wenn alles anders ist als normal, ist normal vielleicht gar nicht normal?

Und: Wenn „Corona“ vorbei ist, was bleibt? Und: Wie wollen wir morgen leben?

Bild von BUMIPUTRA auf Pixabay


*Utopie: Eine Utopie ist der Entwurf einer fiktiven Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist. […] 

 

Bild von Stefan Keller auf Pixabay

Aus Jahrgang 8 kommt eine erste Vorstellung der Zukunft:

Ich wachte an einem wunderbaren Morgen auf. Die Sonne lächelte mir ins Gesicht. Ich stand auf und guckte aus dem Fenster und konnte die Freude in den Gesichtern der Menschen auch von 50 m Entfernung erkennen. Der Mann, der gestern noch obdachlos war, ist mein Nachbar geworden. Keiner braucht Geld, um sich ein Haus zu leisten, Essen zu essen und einfach um sich sehr schönes Leben zu leisten. Die Armut hatte aufgehört und es gab keine Menschen, die mehr hatten als andere. 

 

Bild von iKlicKauf Pixabay

Alle hatten einfach alles! Als ich die Nachrichten schaute, waren keine schlechten Nachrichten über Morde, Bankausraubungen oder Kriege. Im Gegenteil: es herrschte Frieden. Kein Mensch brauchte Kriege zu führen, denn keiner brauchte die Macht. Nein, nicht auf dieser Welt. Nicht auf einer Welt, auf der nur friedliche Menschen lebten und keiner die Habgier besaß, einfach alles zu besitzen und Unruhe und Leid zu stiften. Natürlich ist alles nicht in Chaos ausgebrochen, da jeder Mensch seine eigene Verantwortung hatte, und jeder wusste, wie man mit dem neuen Lebensstil umzugehen hat. Jeder Mensch achtete auf jeden. 

 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Wir waren wie ein großes Puzzle, das aufeinander aufbaute und jeder Mensch war wichtig. Kein Mensch wurde verfolgt oder auf irgendeine Weise diskriminiert, da jeder einfach den Verstand besaß, um zu erkennen, in welche Richtung dies führen würde. Auf dieser Welt gab es keine Gewalt und jeder wurde einfach so akzeptiert, wie man ist. Wir brauchen keine Vorschriften, die bestimmen, wie wir zu sein haben, denn nur unsere Persönlichkeit macht uns zu dem, was wir sind. ---

In was für eine Utopie radelst Du? Vielleicht lässt du über Ostern auf dem Rad deine Gedanken lüften und schreibst für uns auf, wie du dir dein Leben in der Zukunft vorstellst?
Wir radeln mit! Zwei Meter hinter dir! ;-)
 

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