#Vorgelesen: Utopie
Zeitreise durch Zukunfts-Bilder
| Bild von Gerd Altmann auf Pixabay |
Seit ich gestern den Blogpost mit der Utopie-Challenge geschrieben habe, umkreisen mich Zukunftsvisionen. Sie schwirren herum, mal deutlicher, mal unscharf. Das wollte ich festhalten! Visionen schnappen!
In meinem Bücherschrank kann man wunderbar durch die Jahrhunderte spazieren. (Vor mir ist kaum ein Thema sicher...) Also bin ich für euch mal auf die Pirsch gegangen und habe nach Utopien gesucht, die mich beeindruckt haben.
Ein Fach im Bücherschrank: nur Romane von Jules Verne. Ein Buch neben dem anderen. Alle als Teenager gelesen! Und der hat echt viel geschrieben.
| Das Luftschiff Albatros aus Jules Vernes "Robur der Eroberer" (Papiermodell-Bausatz). Foto: privat. |
Jules Verne (1828 - 1905) war fasziniert von den technischen Erfindungen seiner Zeit. In seinen Romanen hat er diese Erfindungen aufgegriffen und weiter gedacht. Er war seiner Zeit weit voraus! Und seine Geschichten sind immer noch spannend. Auf dem Foto sehr ihr ein Luftschiff, das er sich ausgedacht hat, lange bevor die ersten Zeppeline durch den Himmel glitten.
In Die Insel der Milliardäre sind die Erdteile im Kampf miteinander. Ein Teil der kultivierten Menschheit will sich retten und lässt von ihren Ingenieuren eine riesige Insel bauen, die von Propellern angetrieben die Ozeane durchstreift. Das klingt hochaktuell!
| Jules Vernes Frage war: Wie verändert die Technik unser Leben? Foto: privat. |
Und es gibt sie, die Frauen, die mit lauter Stimme für ihre Sicht der Welt eingetreten sind! Bettine von Arnim (1785 - 1859) konnte das Elend ihrer Zeit nicht ertragen und schrieb ein Buch darüber, was sich ändern soll. Sie machte schon im Titel klar, wer dafür die Verantwortung übernehmen musste: der König. Das war damals Friedrich Wilhelm der IV. - er sollte das Verfassungsversprechen einlösen und soziale Reformen durchführen. Es ging Bettine um Geistesfreiheit, gute Bildung und den Schutz von Minderheiten. Und wir sind immer noch dran an ihren Fragen!
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Was gibt es da noch so für Bücher? Ein Klassiker: Gullivers Reisen ins Land Lilliput. Ein fast schon Klassiker: Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort. Darin geht es darum, was hinter dem ist, was Spiegel uns als vertraute Fassade zeigen. Das echte Leben?
| Bücher von Jonathan Swift & Jostein Gaarder. Foto: privat. |
Und zum Schluss nehme ich euch noch mit auf eine Hör-Reise durch die Jahrhunderte - es sind kleine Ausschnitte, die uns zeigen, wie man sich früher die Zukunft vorstellte. Und wie sehr sich in diesen Bildern die Vorstellungen der Zeiten damals widerspiegeln.
Bitte sehr, Monsieur Mercier! Wie stellte man sich denn zur Zeit der französischen Revolution das Leben im Jahr 2440 vor? Mädchen und Frauen, hört genau hin! Unglaublich, oder?
| Welt-Erfinder der Jahrhunderte. Foto: privat. |
Mercier lebte übrigens von 1740 - 1814. Glück gehabt, Monsieur Mercier, Fempower gab's damals noch nicht... Der nächste in der Reihe ist E.T.A. Hoffmann (1776 - 1822). Traut euch mal an seine Erzählungen heran! Spannung pur!
Sein Märchen Klein Zaches ist ganz aktuell: Klein Zaches, ein mißgestaltener Gnom, der die Gedanken der Menschen in seiner Umgebung lesen kann, erklettert im Eiltempo die Karriereleiter in höchste Regierungsämter; als der Zauber jedoch gebrochen ist, wird er als der häßliche Gnom erkannt, der er ist. Wer da an Wahlmanipulationen und Trump denkt, der hat schon eine Parallele gefunden... Hier hört ihr, wie in dem Märchen die Aufklärung eingeführt wird.
Mit nur 23 Jahren schrieb Joseph von Eichendorff (1788 - 1857) sein Buch Ahnung und Gegenwart. Das ist die Suche eines jungen Menschen nach seinem eigenen Lebensweg - hier könnt ihr ein wenig Eichendorffs wunderschöner Sprache zuhören.
Und wie ist's bei euch? Seid ihr schon in eurer Utopie angekommen?
| Bild von Gerd Altmann auf Pixabay |
Wenn ihr noch auf der Suche seid, lasst euch von Rainer Maria Rilke begleiten! Er weist euch den Weg... :-)
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